Kamera neu beledern
Ich habs gewagt - ich hab meiner Revueflex S1000 das Fell über die Ohren gezogen und ein neues Äusseres verpasst. Nachdem das alte Leder entfernt war, war die Kamera erstaunlich sauber, der Klebstoff bleibt am alten Leder kleben. die neuen Teile muss man sorgfältig Stück für Stück zurechtschneiden. Die alten Teile sind nur ein Anhaltspunkt als Schablone da diese sich beim Ablösen verziehen.Nach einigen Stunden (ich schätze 3) sieht die Kamera jedoch ganz passabel aus - perfekt wäre zu hoch gegriffen, dafür muss ich noch etwas üben.
Kostenpunkt liegt bei etwa 9 Euro für das Kunstleder (inlusive Versand), was es in der Bucht in allen erdenkbaren Farbvariationen gibt, und 3 Euro für den Alleskleber mit Lösungsmittel. Mit Alleskleber ohne Lösungsmittel fällt das Kunstleder nämlich nach dem Trocknen einfach ab.
Als Werkzeuge sind ein Skalpel, ne scharfe Schere, Stahlineal sehr angenehm.
Hier mal ein paar Bilder vom Ergebnis :
DIY 135 Kamera-Kit
... nachdem ich endlich das lustige Spielzeug in der Bucht ergattert hatte, rückte der Urlaub immer näher, und so kam es das ich am Vortag meines Fluges zur Post dackeln konnte und das kleine Briefchen aus Hong-Kong abholte.Nach gut einer Woche rumliegen hatte ich heute das innere Bedürfnis meinen kleinen Bausatz endlich zusammenzusetzen und mal schnell rauszugehen und einen Film auszuprobiern. Beim Öffnen erwartete mich ein recht bunter kleiner Karton der im inneren doch eher an ein Modellbauhaus fŸr eine Modelleisenbahn erinnerte, und mich kurz schmuntzeln lies.
nach dem kurzen Überfliegen der Anleitung, hab ich einfach mal angefangen Schritt für Schritt das Ding zusammenzusetzen, was recht gut funktioniert, auch wenn nicht viel zu den Bilder dazugeschrieben ist.
nach ungefähr eine 3/4 Stunde konnte ich meine neue Kamera in den Händen halten und einen Film einlegen. Fazit ist aber , das das komplette selberbasteln von Kameras zehnmal mehr Spass macht und tausendmal mehr Zeit braucht.
so sehen die Bilder aus.
Beitrag im Foto Forum Gera
Eigenbau Lochkamera
...so, nach dem ich mal 2 Tage gewerkelt habe, ist mein "Protoyp" meiner Lochkamera fast fertig, Verschluss und Stoffabdeckung für die Mattscheibe muss noch gebastelt werden und ein Rückteil mit Fotopapieraufnahme (10x15). Ungefähre Bauzeit 25 Stunden, Faltenbalg aus Bastelkarton ca. 2 StundenDie Idee
Eine Lochkamera bauen die mithilfe einer Mattscheibe einzurichten ist und dann durch ein Wechselrückteil mit Fotopapier oder Film zu bestücken ist. Sehr feines Hilfsmittel hierzu sind die Metallprofile der Firma Alfer die wunderbar zuzuschneiden sind und mit allerhand Zubehör bedacht wurden (Winkel, T-stücke, Endstücke usw.)Format
Für den Anfang reichte mir Fotopapier 10x15cm um die Abmessungen der Kamera in Rahmen zu halten, später soll noch ein Rückteil für die Aufnahme von Rollfilm folgen.Die Kamera kann mit dem Faltenbalg auf eine individuelle Brennweite eingestellt werden, wichtig dabei das man das Loch mit dem richtigen Durchmesser zur Brennweite einsteckt. Der Faltenbalg wurde aus dickem Bastelkarton 70x40 cm in zwei Teilen gefertigt danach verklebt und mit Acryl (für die Lichtdichtigkeit) und Aluwinkeln an der vorderen und hinteren Standarte befestigt.
Loch
eine leere Aludose eignet sich hervoragend um daraus ettliche Löcher mit verschiedenen Durchmessern zu fertigen. Dose austrinken und dann in kleine Rechtecke 24x36mm schneiden (geht mit ner herkömmlichen Schere), dann die Mitte ausmessen, am besten zwei Diagonalen aufmalen - der Schnittpunkt ist die Mitte. In der Mitte mit einer kleinen Spaxschraube oder nem anderen spitzen, rundem Gegenstand leicht das Blech eindrücken und dann mit einer feinen Feile abfeilen so das ein kleines möglichst rundes Loch entsteht. Nun muss nur noch der erzeugte Durchmesser ermittelt werden, das klingt schwieriger als es ist. Benötigte Werkzeuge : Diarahmen, Diaprojektor, durchsichtiges Lineal, noch ein Lineal. Das Blech mit dem Loch in den Diarahmen stecken und in den Projektor, dann das "Bild" an der Wand scharf stellen und das Loch an der Wand messen, dann das Dia aus dem Projektor rausnehmen und das durchsichtige Lineal in den Projektor stecken, dabei aber nicht am Focus des Projektors drehen, und an der Wand den Abstand der Millimeterstriche des Lineals messen. Dann ein schneller Dreisatz und wir wissen ob unser Loch brauchbar ist oder nicht, zumindest kennen wir den Duchmesser - am besten gleich aufs Blech schreiben, und sehen ob das loch wirklich einem Kreis ähnelt.Mattscheibe
die liebe Mattscheibe kann man recht einfach herstellen, indem man handelsübliches Plexiglas zurechtschneidet und dann auf einer Seite mit Milchglasseffektlack lackiert, nach mehreren Stunden Trockenzeit hat man eine super Mattscheibe, die rauhe (lackierte) Seite muss nach innen zeigen damit dort das Bild draufprojeziert werden kann. Allerdings ist die lackierte Seite recht anfällig fŸr Staub, Fingerabdrücke oder Kratzer, daher ist sehr vorsichtig damit umzugehen.Die vordere Standarte
besteht aus Aluprofilen 23,5x23,5mm. Im Inneren wurde mit einem U-Profil (7,5x7,5x7,5mm) eine Halterung für die Abdeckwand aus 2mm dünnem Sperrholz angeschraubt und im Inneren mit Acryl abgedichtet um kein ungebetenes Licht reinzulassen. Das Lochblech wurde mitsamt dem Diarahmen von innen auf das Sperrholz geklebt. Dafür musste in das Sperrholz mit einemn 25mm Forstnerbohrer ein Loch gebohrt werden.die hintere Standarte
besteht auch aus einem Rahmen aus Aluprofil 23,5x23,5mm an dem der Faltenbalg mit Acryl lichtdicht angebracht wurde und zusätzlich wieder mit Aluwinkel festgeschraubt wurde. An der nach Aussen zeigenden Seite sind Langlöcher mit dem Dremel eingefräst um dort später die verschiedenen RŸckteile aufzunehmen. Damit das ganze dann Lichtdicht ist, habe ich ein Türendichtungsband aus dem Baumarkt aufgeklebt was dann beim anbringen des Rückteils zusammengedrückt wird und lichtdicht abschliesst.Das derzeitige Rückteil nimmt nur die Mattscheibe auf, auf der man tatsächlich bei normalem Tageslicht auch was sehen kann
Das Rollfilmrückteil
nimmt langsam Gestalt an. Unten die Bilder zeigen das gesamte Rückteil im derzeiten Zustand (ohne Bildmaske und Rückklappe) oben Links fehlt noch ein kleines Rad zum weiterdrehen des Films. In die Rückklappe wird ein Sichtfenster zur anzeigen der Bildnummer eingelassen. Detailbilder des Federmechanismusses mit dem ich die Rollen einlegen und herausnehmen kann. Und die Aufnahme der rechten Filmrolle zum weiterdrehen der Bilder. Hat schonmal jemand von euch probiert in einen M5-Gewindestab mit einem 2mm Bohrer zu bohren ? Das klappt nur mit viel Kraft und unter Erzeugung von sehr sehr viel Wärme. Die Negative werden dann 6x9 cm werden, dafür wird aus dickem Bastelkarton (derselbe wie für den Faltenbalg) eine Maske gebaut und auf die Vorderseite geklebt.die Filmmaske
die im Rollfilmrückteil im inneren der Kamera angebracht wird hab ich mal schnell aus Bastelkarton zusammengezimmert. Im rechten Bild sieht man sehr schön wie diese mal ans Rückteil angesetzt wird, damits nicht verrutscht wird die Maske mit dickerem Karton und Isolierband am Metall fixiert.Abmessungen
Aussen 19,5 x 14,5 cm
Innen (loch) 6x9 cm
Höhe 2cm
...das liebe Rollfilmrückteil hat den Status "Fertig" erlangt jetzt muss nur noch der Verschluss gebaut werden und dann können erste Testbilder gemacht werden - obwohl schon wieder einige Verbesserung bei meinem Kamerakonstrukt gesichtet wurden ...
so sehen die Bilder aus.
Beitrag im Foto Forum Gera

























